und sofort dort ein neues Haus begonnen. Das Haus stand in der Straße "Im Futterloch" auf dem Grundstück, welches 1830 einem Thomas Halten, Haus Nr. 150, gehörte und auch die Haus Nr. der Volksbank war.
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| Im Futterloch 5 |
Denkmalpflege hat Bedenken gegen Sanierung
HAAREN (eb). Am ältesten Haarener Bildstock hat die Witterung Spuren hinterlassen. Mitglieder des Heimatund Verkehrsvereins hatten es sich daher zur Aufgabe gemacht, das aus dem Jahr 1719 stammende Heiligenhäuschen zu sanieren. Doch der Denkmalschutz hat sie ausgebremst.
Mit viel Engagement und mit Unterstützung der Stadt, die bei den Erdarbeiten half, wurde zunächst das Umfeld gesäubert und nach Vorgaben des Naturdenkmalamtes in Detmold Betonplatten als Zugang zur Prozessionsstation verlegt.
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Doch Einwände der städtischen Denkmalbehörde sorgten für einen Stop des Engagements - und für Frust bei den fleißigen Helfern.
Gegen die vorgesehene mineralische Lasur auf Silikatbasis bestünden denkmalfachlich Bedenken, da die Beschichtung nicht rückgängig gemacht werden könne, teilt die Behörde mit. Zudem sei ein einheitliches Erscheinungsbild nicht das konservatorische Ziel.
Vielmehr seien kleinteilige Maßnahmen wie die Verbesserung der unpassenden Altersergänzungen und Risse fachgerecht zu behandeln.
Die Arbeiten seien von einem akademisch ausgebildeten Restaurator auszuführen, heißt es in dem Schreiben der Unteren Denkmalbehörde.
Eine denkmalrechtliche Erlaubnis könne daher nicht erteilt werden.
„Wir sind schon frustriert, denn wir wollten in Eigenleistung und mit bürgerschaftlichem Engagement, unterstützt von Fachleuten, dafür sorgen, dass ein Stück Haarener Kulturgut erhalten bleibt“, sagt Ortschronist Bernhard Lötfering.
Doch damit ist erstmal Schluss.
Nun sei die Stadt gefordert eine Firma mit der Restaurierung zu beauftragen.
Am Heiligenhäuschen an der Lehmkuhle wurde früher das Material für die Herstellung von Ziegeln abgebaut. Anfang des 18. Jahrhunderts gab es eine Viehseuche, und die Kadaver wurden in der Lehmkuhle verbrannt.
Die Haarener gelobten, dort nach dem Ende der Heimsuchung den Bildstock zu errichten. Über die Jahrhunderte führte eine Prozession am ersten Sonntag im Mai dorthin, letztmalig am 4. Mai 2014.
Die Familie Kaup, Friedrich mit Vater Joseph wanderte 1867 von Haaren "Schwattemeyers" Haus nach West Point, Amerika, aus. Darüber hat die Urenkelin Angela ein Buch geschrieben nach den Erzählungen des Großvaters und somit Erinnerungen festgehalten. Als Amerikanerin hat sie auch um 1995 Haaren besucht. Das 157 seitige Buch "Voices of the Prairie" hat das Format eines Taschenbuches und ist komplett in englisch geschrieben. Einige kleine genealogische Fehler enthält es, könnten aber auch gewollt sein.
oder auch für das Stadtgebiet sollte gegründet werden. Wer daran interessiert ist und genügend Idealismus mitbringt, sollte sich mal über Mail an haaren@online.ms melden.
Je nach Zusammensetzung könnte man sie auch für das Stadtgebiet erstellen oder unserem/einem Heimatverein unterstellen.
Ich freue mich auf Anregungen und Antworten.
Auch über die unveröffentliche Kommentarfunktion (unten) möglich.
MfG
Reinhold Uhl
Damit ist nicht die Scheckkarte zum bezahlen an der Kasse gemeint sondern eine Zuteilungskarte in der schlechten Zeit nach dem Kriege.
| Lebensmittelkarte von 1950 Januar und Februar |
Mit dieser Karte konnten mittellose Personen, wie neu angekommene Vertriebene und Evakuierte die notwendigen Lebensmittel wie Brot, Butter, Fett, Fleisch und Zucker in geringen Mengen erwerben.
Es waren schlechte Zeiten in denen usere Eltern aus den Kriegsjahrgängen mit dem Fahrrad über Land fuhren um Lebensmittel aus eigenem Anbau gegen Bekleidung und Sonstiges auch tauschten.
Den Landwirten ging es damals in diesem Bezug noch recht gut im Gegensatz zu den Evakuierten aus dem Ruhrgebiet, der Häuser und Hab und Gut durch Bomben vernichtet wurde oder den Vertriebenen und Geflüchteten aus den Ostgebieten wie Schlesien und Ostpreußen, die von Polen vertrieben wurden.
Leider sieht die heutige Lage auch nicht gerade rosig aus obwohl wir, im Gegensatz zu den Flüchtlingen aus dem Osten, noch sehr gut leben.
In Haaren mussten in diesem Jahr für Neubauten weichen:
1. Haus "Hasenengelkes" https://bw-haaren.blogspot.com/2021/04/der-alte-hof-von-hasenengelken-wurde.html
2. Haus Uhrmacher Bernhard Gockel in der Braukstraße, abgerissen im Mai 2021
| Braukstr. 17 |
3. Haus "Kaskaspers" in der Stadtecke, erster bekannter Besitzer Johannes Künsting "Kaskaspers" abgerissen im Dezember 2021
| Stadtecke 12 (alte Nr. 15) |
Zum Ende des Jahres wünsche ich unseren Lesern zum Neuen Jahr 2022 viele Glück und Gesundheit und bedanke mich für die Besuche und Beiträge im vergangenen Jahr.
Die Dokumentation "alte Häuser in Haaren"
ist schon lange in Arbeit und es geht in kleinen Schritten weiter. Wie ein großen Puzzel kommt eine Info, ein Bild, ein Name zusammen und werden festgehalten. Dafür werden alte Hausfotos, auch Teilansichten und alte Personenfotos gesucht. Auch Hochzeitsfotos sind sehr hilfreich da sie nicht nur das Brautpaar zeigen sondern auch die längst vergessenen Brauteltern. Die Erben werden bei den Fotos sagen: "kennen wir nicht, Ablage Mülleimer" und so verschwinden wertvolle Infos zu Haarener Bürger.
Die Dokumentation "Vertriebene nach dem 2. WK"
gestaltet sich ebenfalls recht schwierig da die Zeitzeugen von damals fast alle verstorben sind oder sich nicht mehr dran erinnen und deren Kinder die Vertreibung nicht wissentlich erlebt haben. Auch hier werden noch Fotos und Dokumente gesucht.
Die Dokumentation "Amerika, wir kommen"
behandelt die Auswanderung Haarener Familien seit 1816 bis nach 1900. Über 100 Personen verließen in der armen Zeit Haaren und versuchten Ihr Glück in Amerika. Die Mehrzahl traf sich in West Point, Nebraska wieder und gründeten dort untereinander neue Familien. Das Telefonbuch in West Point gleicht dem alten Telefonbuch von 1951: Kaup, Scharfen, Ernesti, Göke, Spenner usw findet man dort drinnen.
Einige Briefe aus USA haben damals Haaren erreicht.
Die Auflistung "Haarener Bücher und Schriften"
mit über 80 Exponaten nähert sich langsam seinem Ende, jedoch finden sich hier und dort immer mal eine Festschrift die bisher unbekannt oder vergessen war.
Haarener Anichten und Kunst
zeigt über 80 Postkarten sowie Gemälde und Werbeartikel mit Haarener Motiven.
Eine kleine Buchauflage konnte 2018 schon erstellt werden.
Infos zu den Projekten nimmt haaren@online.ms gerne entgegen
"Schmidtraben": So wurde zuletzt die Familie Henke genannt, bevor die jüdische Familie Bendix Grünewald, das Haus übernimmt und es dann als "Pinnes" bekannt wird. Gemeint ist das Wohnhaus des ehmaligen Bürgermeisters Gockel in der Karlstrasse. Abbruch im Jahr 2020.
"Thielemeier" Ein Haus, welches hinter der kleinen Schmiede (heute nebendem Jugendtreff in der Sebastianstraße) stand. Die Hausnummer war 138 und gehörte der Familie Joannes Conradus Kluten. Ein Teil dieser Familie wanderte 1880 nach Amerika aus.
"Beiken" Der Hausname ist zwar noch bekannt und wird dem Haus Nr.27 an der Helmerner Straße zugeordnet, Familie Ernesti. Ursprünglich gehörte der Name "Beike" aber zu dem Haus Nr.66 im Oberdorf, Wilhelm Thiele. Es stand etwa auf den heutigen Innenhof der Fam. Kappius. Wilhelm Thiele wanderte nach Amerika aus und verkaufte das Anwesen an seinen Nachbarn Kappius, der damit seinen Hof vergrößern konnte. Die Hausnummer 66 erhielt 1932 ein Ferdinand Ernesti von "Hasenengelken".
"Klocken" nannte man die Familie Wilhelm und Franz Knievel, wohnhaft an der heutigen Karlstraße zwischen Schulte und Hasen (im Garten). Als Franz 1861 starb hinterließ er seine Ehefrau Gertrud Goeken mit 5. Kinder. Sie wanderten 1866 nach Nebraska aus. Gertrud hat diesen Umzug nicht verkraftet und starb 1866. Das Anwesen ging an die Nachbarn Künsting, die Hausnummer 77 wurde frei und später an den Schäfer Leniger (Pummelecke).
"Hiäziges" war der Hausname des Hauses Nr.42 und wurde bewohnt von der Familie Isaak Hesse um 1830. Bei dem Großbrand im August 1847 fiel es den Flammen zum Opfer. Isaak erhielt von der Versicherung 450 Thaler und baute das Haus neu auf. Nach weiteren 2 Generationen heiratet ein Leo Bachenheimer in die Familie ein. Seitdem wird es "Bachenheimer" genannt. Nach dem 2.WK kauft es die Familie Ernesti. Nach einigen Umbauten wird es im April abgerissen und durch ein Seniorenwohnheim ersetzt. Standort? gegenüber "Emma Rose Stiftung".
Libori 1897: Da war alles ganz anders
85jähriger Haarener erzählte die Geschichte
Anläßlich des Libonfestes schickte Paderborn, dem WV folgende Geschichte, die ihm ein 85jähriger Haarener erzählt hatte:
Es mag an Libori 1897 gewesen sein, als In Helmem, Kreis Büren, der achtjährige Wilhelm mit seiner elfjährigen Schwester Berta gegen 7 Uhr morgens losmarschierten, um in Paderborn einen mageren Hahn, den sie in einem Korb mitschleppten, zu verkaufen. Der kleine Wilhelm hatte zuvor mit einem Messer seine Schuhe vom aufgeschlitzt, weil sie zu, klein waren. Auf dem langen Wege versuchten es die beiden mal barfuß, mal in Strümpfen und wieder in Schuhen.
Auf der Westernstraße, etwa vor der Eisenhandlung Oberbeck, promenierten sie etwas verschüchtert auf und ab. Schließlich fragte Kaufmann Oberbeck, der die beiden schon eine Weile beobachtet . hatte, ob sie den Hahn verkaufen wollten, und was er kosten sollte. Die Mutter hatte den Kindern eingeschärft, daß der Hahn zwei Mark bringen müßte. Sie bekamen das Geld.
Nun ging es zum Pottmarkt, wo sie fünf Steingut-Kaffeetassen kaufen sollten. Die Tassen kosteten 1,75 Mark; den Rest von 25 Pfennig durften sie für sich verwenden, denn es war ja Libori. Da die Kinder einen großen Hunger verspürten, kauften sie sich jeder eine Rinderwurst und ein Brötchen. Damit war das Geld auch schon ausgegeben.
Obwohl es auf dem Liboriberg noch so manche Verlockung zu sehen gab, gingen sie wieder schnell aus der Stadt und verzehrten dann in aller Ruhe ihre schöne Rinderwurst. Froh und glücklich trafen sie spät nachmittags wieder bei Muttern ein und erzählten im ganzen Dorf: "Wir waren auf Llboril"