Montag, 12. April 2021

Der alte Hof von "Hasenengelken" wird abgerissen

 Die Hausnummer 138 ist schon im 2. Leben bevor es in den nächsten Tagen dieses beenden wird.

Ursprünglich wurde die Nummer 138 an einem Haus in der heutigen Sebastianstr befestigt und die Familie Kluthe oder auch Kluten genannt wohnte dort einige Jahrzehnte. Der Hausname war "Thielemeier". Der Standort war hinter der kleinen Schmiede, die heute noch dort steht.

Dieses Haus wurde etwa 1880 dort entfernt und das Grundstück übernahm die Nachbarfamilie Vossmann, auch "Löschen" genannt.
Aus dem Hause verließ 1882 ein Conrad  Klute und wanderte 1882 nach Colfax, Nebraska, Amerika aus

Seine Schwester "Thielemeiers" Elisabeth Klute heiratete 1856 einen Carl Philipp Ernesti aus "Schweiden" Hause und baute an der Flurgrenze zur Flur 4 ein eigenes Haus oder bezog ein Bestehendes, welches noch nicht zum Ort gehörte. Wann der Einzug dort war konnte nicht ermittelt werden. Dieses Haus erhielt nun die Nummer des abgerissenen Hauses, die Nr.138.
Wann und woher der Hausname "Hasen Engelken" entstand ist bisher noch unbekannt. Mit C. Philipp Ernesti lebten danach noch 4 Generationen im Haus. Johannes E. baute 1965 dann den Anbau dran, der heute noch von der Fam. Pauli "Eckemengers" bewohnt wird.

Links und Mitte der Altbau, rechts der Neubau, 1988


18.4.2021


Samstag, 13. März 2021

Das Industriegebiet 1988

 

1988 sah es an der jetzigen Graf Zeppelinstr. so aus. Mittig ist Stella und Theos Werkstatt zu sehen  

Gockels Scheune an der Pfauenstr.


Freitag, 19. Februar 2021

"Klutens" Wagenschuppen

1948 baut der Inhaber des Kolonialwarengeschäftes "Klutens" Nr.55 an der Ecke (heute Bürener Str. / Fürstenberger Str. Kaufmann Friedrich (Fritz) Salmen eine Wagenhalle für seinen Lieferwagen und auch Lagerschuppen für Waren. 

 

Ein beliebtes Motiv für seine Postkarten (vor 1948)

Er stirbt 1972 und vererbt das Anwesen an seinen Sohn Johannes Salmen.


1988
  

Das Grundstück wird verkauft. Diese Wagenhalle erwirbt D. Ahrens und baut es zu seinem Wohnhaus um.
 
2020



 

Donnerstag, 4. Februar 2021

Gesucht werden alte Schulbilder

 Wenn jemand in alten Alben Schulbilder findet, bitte eine Mail zum einscannen an mich. Ebenso Fotos von alten Lehrern mit dem Name von ihm. Hier ein Beispiel von 1896

Wer ist der Lehrer?
Jahrgang 1886 geboren


Montag, 11. Januar 2021

Alte Grabtafel in der Friedhof-Kapelle

 Die Tageszeitung schreibt am 30.10.1954


Im Haarener Buch "1000 Jahre Haaren" ist auf Seite 305 mehr darüber zu lesen.

Montag, 4. Januar 2021

Umbau von Haus Nr.51 "Beikenschmidts"

 

Haus Nr.51 : 
Diesmal kein Abbruch. "Beikenschmidts" Haus wird neu belebt. Um 1830 gehörte es dem Maurer Anton Sprenger. Nach dessen Tod 1838 erwarb es der Schmied Johann Becker genannt "Beiken Schmied", dem es aber schon 1847 bei dem großen Haarener Brand abgebrannt ist. Er erhält von der Feuerversicherung 200 Thaler.
Der Schmied Joseph Uphoff aus Kirchborchen Nr.11 "Schmies" erwirbt das Anwesen für sich und seine 2. Frau Anna Maria Göke von "Altenkösters". Auch Sohn Heinrich Uphoff erlernt das Schmiedehandwerk und heiratet 1900 Maria Günter aus "Pottfranz" Haus. Das kleine Mädchen auf dem alten Foto von ca. 1906 ist deren Tochter Catharina Uphoff.
 

 
Catharina Uphoff wird 1927 die Frau von Schmied Xaver Scharfen von "Phillers". Deren Sohn Franz Scharfen ist als Schmied vielen heute noch bekannt. Auf dem Foto noch zu sehen sind die Eltern Heinrich und Maria Uphoff.
 
 
 
 Das jetzige Haus wird von den Erben zur Zeit entkernt und so umgebaut dass auch das Tennentor wieder sichtbar ist. Das Wohnhaus wurde 1939 erneuert und die alte Schmiede davor 1950 abgebrochen
 
 

 


Es soll jetzt mehr Schnee kommen

Dazu ein Eintrag aus der Dorfchronik

1947

Am 20ten Januar 1947 setzte eine Kältewelle ein, die bis zum 13. März anhielt. 
Während dieser Zeit wurden täglich im Durchschnitt 20° Kälte gemessen. 
Durch die starken Schneefälle war der Verkehr stark behindert. 
Die Waldarbeiter mußten ihre Arbeit wochenlang einstellen.
 
 
 
Bild: Blick in den Dorfeingang von Fürstenberg aus

Montag, 14. Dezember 2020

Vor 22 Jahren wurde die Krippe erneuert

 


In Haaren schmückt seit Dezember 1988 eine neue Krippe die katholische Pfarrkirche St.Vitus.
Der in westfälischer Art aus Fachwerk, Baumrinde und mit einem Strohdach erbaute Stall ist dabei ein Geschenk an die Pfarrgemeinde.
Der heimische Malermeister Ludwig Mersch hat zudem noch die Krippenfiguren farblich aufgefrisch und ausgebessert.
Noch bis zum 2. Februar 1989 war damals die Krippe, von Küsterin Mechthild Leifeld  und Helfern liebevoll aufgebaut, zu besichtigen.

Sonntag, 6. Dezember 2020

Mitglied werden im Heimat- und Verkehrsverein Haaren

 Mal zur Information: Im Jahr 2025 wird Haaren 1050 Jahre alt. Dafür wird es bestimmt wieder ein Fest oder eine Feierlichkeit geben. Da unser Heimat und Verkehrsverein inzwischen in die Jahre gekommen ist und die Mitgliederzahl sehr geschrumpft ist, möchte ich mal anregen, diesem gemeinnützigen Verein beizutreten, auch gerne aktiv mitzumachen. 

10 Euro Mitgliedsbeitrag im Jahr ist doch bestimmt gut angelegt. Darum schonmal jetzt: Herzlich Willkommen

Sonntag, 29. November 2020

Plattdeutsche Messe

Noch vor dem letzten Weltkrieg wurde in Haaren fast ausschließlich Platt gesprochen. Wer das Plattdeutsche von Kindesbeinen an gelernt hat, wird es lieben und alles daran setzen, es zu erhalten. Der Untergang unserer eigentlichen Muttersprache bedeutet gleichzeitig das Zerschneiden einer alten Tradition und den Verlust eines wichtigen Teils unseres dörflichen Lebens. Deshalb wollen wir alles versuchen, was der Rettung der plattdeutschen Sprache dienen kann.
Den Deutschen im Norden und Süden, im Osten und Westen ist es eine Selbstverständlichkeit, ihren jeweiligen Dialekt zu pflegen. Sie sind stolz auf ihre Mundart. Wir Westfalen und auch wir Haarener sollten es genau so sein. Zwar ist in Haaren noch nie eine Heilige Messe in plattdeutscher Sprache gefeiert worden - die alten liturgischen Vorschriften ließen das nicht zu - aber nun wollen wir den Freiraum, den das II. Vatikanische Konzil geschaffen hat, nutzen und hoffen, daß wir dem Erhalt unserer Muttersprache einen guten Dienst erweisen
 
 Plattdeutsche Messe von Alfred Voßmann

Eingangslied (alle)
Melodie: "Lobe den Herren" (GL 258)
1. Kumm' t oll tosammen, den Hiärgurd toeu preysen un ähren
in usem Plattdöütschk, dat Vatter un Motter us lährt hat.
Kähret nou frouh, Hiärt’un Gedanken iärne toeu;
häi doeüt us gewesse anhören.
2. Jau, laot us preysen den Hiärgurd, iärne danken un sengen;
oll use Liärwen un Wiärken toeu Ähre iärne brengen.
Gurd is us tröü, hey staiht us ürweroll bey;
met iärne mott olles gelengen.

Begrüßung
Pr: In Gurdes Namen we wey nou anfangen,
De Häer see met jou!
A.: Un met deynem Geiste.

Schuldbekenntnis
Pr: Sösters un Bröers, laotet us darürwer nauedenken, dat wey
sonnige Mensken un op Gurdes Gnade anwisen send.
A.; Ick bekenne Gurd, demm Allmaechtegen, un ollen Mensken
dat ick Guddes ungerlaoten un Laeges daun haewwe.
Ick haewwe sönniget in Gedanken, Waoren un Wiärken,
dör meyne Schold, dör meyne Schold,
dör meyne graete Schold.
Diärömme roeupe ick de siälige Jungfrau Maria,
olle Engel un Heiligen un jou Bröers un Sösters an,
dat jey för mey behet bey Gurd, usen Häem.
Pr: Häer, dou allmaechtege Gurd, haew Erbarmen met us.
Laot us use Sonnen naue un weys us denn Wiärg taeum
äiwigen Liärwen!
A.: Amen. 

Vergebungsbitten
Pr: Häer, erbarme dey üöwer us.
A.: Häer, erbarme dey üöwer us.
Pr: Christus, erbarme dey üöwer us.
A.: Christus, erbarme dey üöwer us.
Pr: Häer, erbarme dey üöwer us
A: Häer, erbarme dey üöwer us.
 
Gloria
Melodie:" Großer Gott wir loben Dich" (GL 257)
Olle Dage daue wey
dey un deynen Namen preysen
un toeu ollen Tehen dey,
Ähre, Luow un Dank ärweysen.
Rerr' out Sonnen, rerr out Daed,
see us gnaereg, Hiärgurd, graet.
 
Tagesgebet
Pr: Laot us behn:
Gurd, use Vaar, dou surges för us olle,
dou hes us Mensken de Äere anvaetrogget.
Wey danket dey för olles, wat dou düt Jauer wassen laoten
hes.
Erhall damee use Liärwen un geff us dat Braet,wat wey
jeden Dag brouket,damee wey dey för deyne Güte preysen
un met deynen Gawen annem out de Naet hölpen könnt.
Darömme behe wey dör Christus usen Häem. Amen